"Wie lange dauert es, bis ich meine Custom-Gitarre bekomme?"

 

Die Lieferzeit für nach Kundenwünschen gebaute Instrumente richtet sich in erster Linie nach der gegenwärtigen Auftragslage. Es befinden sich immer mehrere Gitarren parallel im Bau und werden dann auch gleichzeitig fertig. Im Prinzip gilt aber: 'first come, first serve'.
Auch können besondere Custom-Features oder die Beschaffung seltener Hölzer und Komponenten die Fertigstellung verzögern. Zur Zeit liegt die Lieferzeit, je nach Auslastung bei 9-12 Monaten. 

 

 

"Warum verbaut Helliver keine Tremolos?"

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass meine Instrumente mit einer festen, einteiligen Brücke aus Aluminium oder Messing am besten klingen. 'Am besten' heißt in diesem Fall: den Klang unterstützend, den ich mit meinen Instrumenten erreichen will.

Unterfräste Tremolos nehmen dem Korpus an entscheidender Stelle wichtiges Material und sind zudem fast vollständig vom Holz entkoppelt, was verhindert, dass das Instrument als Ganzes schwingt. Man hört hier viel mehr das Tremolo und seine Materialien als das Holz.

Eine Alternative ist eine gute Tune-O-Matic-Brücke und ein originales Bigsby. Diese Kombination hat ihren eigenen aber sehr charmanten Sound und lässt die Gitarre "intakt".

 

"Baut Helliver mir eine XYZ nach?"

 

Jein. Bei Korpusform und Finish ist beinahe alles möglich, so lange keine 1:1-Kopie gefragt ist. Jedoch gibt es unveränderliche Helliver-Features, die sich in jeder Gitarre wieder finden, wie die Helliver-eigenen Kopfplatten und die Helliver Bridge (alternativ eine tune-o-matic mit Bigsby).

Auch werden bestehende Helliver-Designs nicht optisch an fremde Fabrikate angenähert. Jedes Modell ist - meinem Empfinden nach - das Ergebnis gezielter Verbesserung klassischer Designs und geht keinen Schritt 'zurück'.

 

 

"Kann ich bei Helliver ein Praktikum oder eine Ausbildung machen?"

 

Nein. Bei Helliver Guitars handelt es sich um ein reines Ein-Mann-Unternehmen. Die Auslegung der Werkstatt und die zu Recht strengen Auflagen beim Arbeitsschutz schließen die Beschäftigung eines Mitarbeiters zum jetzigen Zeitpunkt aus. Sorry.

 

 

"Kann ich bei Helliver meine Gitarre reparieren/modifizieren lassen?"

 

Seit November 2012 gehen alle Aufträge im Bereich Setup, Modifikation und Reparatur an "Nicht-Helliver-Guitars" an meinen Kollegen "Soundranger" David Jordan. David ist ein sehr erfahrener Gitarrentechniker, der seine Werkstatt direkt neben meiner eröffnet hat und sich Zeit nimmt, jeden Kunden ganz individuell zu beraten. Sollten Arbeiten an Holz, Bünden oder Sattel anstehen, werden diese an mich weitergegeben.

 

Kontakt David Jordan: info@soundranger.de

 

Langjährige Stammkunden und Helliver-User können auch mit ihren anderen Fabrikaten weiterhin gerne direkt auf mich zukommen. 

 

 

"Sind die Preise verhandelbar?"

 

Nein.

 

 

"Kann ich in Raten zahlen?"

 

Eine Ratenzahlung für fertige Instrumente ist bei glaubwürdiger Darlegung einer Bonität möglich. Anzuzahlen sind 33%, der Restbetrag wird in 6 monatlichen Raten beglichen.

 

"Bietet Helliver ein Endorsement oder Sponsoring an?"

 

Nein. Jeder Helliver-User ist auch zahlender Kunde.

 

 

"Baut Helliver auch Bässe?"

 

Eigentlich nicht. Um Bassisten eine optimale Beratung im Bezug auf ihre speziellen Bedürfnisse und Klangvorstellungen bieten zu können, braucht es, wie beim Gitarrenbau auch, jahrelange Erfahrung beim Spielen und Bauen von Bässen. Diesem Anspruch kann ich derzeit nicht gerecht werden. Ein Custom-Bass für einen Stammkunden ist aber als Einzelstück gerade in Arbeit. Das Ergebnis wird zu gegebener Zeit auf der Custom-Seite vorgestellt.

 

 

"Bekomme ich einen Koffer zu meiner Gitarre?"

 

Ja. Jede Helliver wird - soweit nicht anders vereinbart - mit einem klassischen, schwarz oder braun bezogenen und gefütterten Holzkoffer 'made in Canada' ausgeliefert.

 

 

"Kann ich meine Lieblings-Parts mitbringen, wenn ich eine Gitarre bauen lasse?"


Ja. Die Einkaufspreise der eingesparten Teile werden dann vom Preis der Gitarre abgezogen.

 

 

"Was heißt Helliver?"

 

Der Firmenname geht auf einen Spitznamen zurück, der sich aus Hell (engl. Hölle) und Oliver (meinem Vornamen) zusammensetzt. Rock ’N’ Roll! ;-)

 

 

"Welche Pflege braucht mein Instrument?"

 

Aufbewahrung
Am besten ist eine E-Gitarre im Koffer aufgehoben. Hier passiert ihr nichts, wenn sie versehentlich umgeworfen wird, und plötzliche Temperaturschwankungen beim Lüften werden abgemildert.
Bei manchen Ständern und Wandhaltern werden Gummiüberzüge verwendet, die über die Dauer von Wochen oder Monaten Schatten im Lack des Instruments hinterlassen können.

 

Klima
Verschiedene Temperaturen verkraftet die E-Gitarre recht gut. Ob sie bei 10 oder bei 30 Grad aufbewahrt und gespielt wird, ist ihr egal, solange die relative Luftfeuchtigkeit stimmt. Die sollte möglichst nahe 50% liegen. Das ist auch für den Musiker am besten. Im Bereich von 40 bis 60% braucht man sich um seine Helliver keine Sorgen zu machen, außerhalb dieser Werte sollte man die Raumluft be- oder entfeuchten.

 

Halskrümmung
Als einziges nicht lackiertes Holz ist das Griffbrett in der Lage, in kurzer Zeit Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen und abzugeben. Diesen Effekt nennt man Hygroskopie und er sorgt dafür, dass sich der Hals nach vorne krümmt, wenn es trocken ist, und 'entspannt', wenn es feuchter ist.
So ist es nicht ungewöhnlich, wenn man die Krümmung über den Stahlstab (Trussrod) im Hals mehrmals im Jahr korrigieren muss. Jede Gitarre reagiert verschieden und nicht jeder Musiker ist dabei gleich anspruchsvoll. Mancher braucht hier über Jahre keine Anpassungen vorzunehmen.
Helliver übernimmt diese Arbeit gerne. Wer es selbst machen will, sollte mit der Prozedur genau vertraut sein, vorher unbedingt die Saiten entspannen und in kleinen Schritten vorgehen.

 

Oberflächen
Generell sollten Schweiß und Schmutz nach dem Spielen kurz abgewischt werden. Gerade Gold- und Nickel-Hardware ist hier empfindlich und wird leicht angegriffen.
Hochglänzend lackierte Oberflächen bearbeitet man stets nur mit einem speziellen Poliertuch. Um matte Stellen oder feine Kratzer auszupolieren, gibt es zahlreiche spezielle Pflegeprodukte im Fachhandel. Eine zusätzliche Versiegelung ist nicht erforderlich.
Matte und seidenglänzend lackierte Oberflächen bedürfen keiner besonderen Pflege. Verschmutzungen lassen sich mit einem ganz leicht angefeuchteten weichen Tuch beseitigen. Keinesfalls sollten hier Polituren zum Einsatz kommen.